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Entspannt am Nordseestrand: Milchbar Seaside Season geht in die sechste Runde

cover_Milchbar6_qWeiße Wolken am blauem Himmel, den Geruch von Salz in der Nase und eine steife Brise im Gesicht. Endloser Strand, Ebbe und Flut: Das ist die Nordsee in Norderney. Schon seit fünf Jahren sind die erfolgsverwöhnten Kölner DJs und Produzenten Piet Blank und Jaspa Jones nun schon in der dortigen Milchbar zu Gast. Und ebensolange haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, dem Café an der dortigen Strandpromenade einen eigenen Sound zu schenken. 2014 erscheint die akustische Begleitung zum Leben am Strand schon zum sechsten Mal.

Auch in diesem Jahr finden sich unter den 14 Tracks der sechsten Milchbar Seaside Season wieder allerhand chillige und hörenswerte Songs, die den Tag am Strand versüßen. Gleich zu Beginn wird es mit der Nummer „entspannt“ – nun ja – ganz entspannt! Verträumte Gitarrensounds treffen auf flächige Klangteppiche. Wer danach noch immer nicht den Alltag hinter sich lassen kann, dem kann vielleicht Schmusesängerin Sade weiterhelfen. Mit „Love Is Stronger Than Pride“ bleibt die Compilation ihrem relaxten Klang treu. Zu den weiteren Highlights zählen das gitarrenlastige „Sacrifice“ aus der Feder des belgischen Künstlers Ozark Henry und das federleicht-chansoneske „La Maison“ von Gabin. Mit der etwas härteren, minimalistisch-housigen Nummer „Lovers In Paris“ von Jakob Gurevitsch schließen Blank & Jones die Zusammenstellung.

Fazit: Eine gekonnte, facettenreiche und deshalb hörenswerte Mischung, die die Vorfreude auf den kommenden Sommer noch größer macht.

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…doin‘ it the milky way!

Die große Zeit der Chillout-Sampler ist eigentlich vorbei – könnte man meinen. Zu gleichförmig, zu inflationär, zu wenig Abwechslung. Wer zehn Café Del Mar, Supperclub oder Northern Lounge-CD’s zuhause hat, kann beliebig kombinieren und braucht keine großen Neuinvestitionen in die gleiche musikalische Richtung zu tätigen. Doch es gab – und gibt – durchaus einige Perlen am kilometerweiten, von ewigem Wellenrauschen umgebenen Strand der Chillout-Musik…

Jüngstes Beispiel: Die Compilation „Milchbar – Seaside Season 2“, sorgfältig ausgewählt und zusammengestellt von Blank & Jones. Schon seit einigen Jahren haben sich die Kölner Produzenten und DJ’s mit ihren Relax-CD’s einen Namen gemacht – und bereits 2009 eine erste CD in Kooperation mit der Milchbar, einer Lounge und Strandbar an der Uferpromenade von Norderney – herausgebracht. Kamen beim ersten Werk noch die Mehrheit der Songs aus der Feder von Piet Blank und Jaspa Jones, so stammen auf dem nun erscheinenden Werk 10 der 14 Tracks von anderen Künstlern. Doch das tut der Sache keinen Abbruch, denn Blank & Jones sind nicht nur Meister im Produzieren eigener Tracks, sondern haben auch ein gutes Gespür dafür, wie man Songs zu einem stimmigen Album zusammenstellt.

Dabei darf im Fall von „Milchbar – Seaside Season 2“ natürlich auch das obligatorische Wellenrauschen nicht fehlen, dass sich wie ein roter Faden durch den ganzen Longplayer zieht. „Speck Of Dust“ von Afterlife, einem Projekt des britischen Produzenten Steve Miller, verbreitet gleich zu Beginn ein angenehmes Lounge-Gefühl. „My Darling“ von Ralph Myerz wartet mit einem angenehmen Hip-Hop Beat auf. „Northern Lights“ von Lux ist schon ein paar Takte älter und von diversen Lounge-CD’s und den N24 Wettercams bekannt, groovt aber immer noch schön. Fast bei allen Tracks mit dabei: Flächige, sphärische und warme Synthesizer-Pads, die den Sonnenuntergang an der Nordsee förmlich an die heimische Wohnzimmerwand zu beamen scheinen. Für Freunde dieser Art von Musik sei vor allem „Chilled Cream“ von Blank & Jones, sowie „Anagram“ von Dousk als Anspieltipp empfohlen. Zum Ende der rund 72-minütigen CD wird es dann etwas housiger, den Abschluss bilden ein funkiger Remix des B&J-Tracks „Relax (Your Mind)“ und „Angel Love“ von Samantha James.

„Milchbar – Seaside Season 2“ beweist, dass sich die Grenzen der Lounge- und Chillout-Musik durchaus erweitern – und mit House oder Hip-Hop kombinieren lassen. Das Ergebnis: Ein Chillout-Sampler, der durch Abwechslung und Rhythmus gefällt.