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Hier spielt (jetzt) die Musik: www.wegotmusic.de

wgm_fb_pic11Liebe Leser von rustypictures! Als der Blog 2009 startete, konnte ich nicht ahnen, wie lange er  mir und vielen anderen Menschen Freude bereiten würde! Dennoch war klar, dass das Template nicht auf Dauer mit der wachsenden Zahl an Fans an Lesern würde mithalten können. Deshalb gibt es seit Dezember 2014 die neue Seite www.wegotmusic.de. Wie rustypictures. Nur besser. Mehr Beiträge, schönere Bilder, Interviews, Playlisten und vieles mehr. Danke für Ihr und Euer Vertrauen!

Wir sehen uns! Auf www.wegotmusic.de.

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„Habt Ihr Bock auf Ibiza?!“

cocobeachibiza3_rustyNein, es ist nicht der legendäre Ausruf von DJ-Urgestein Sven Väth, der Thema dieses Posts sein soll – aber die grobe geografische Richtung stimmt schon einmal. Mittelmeer. Balearen. Ibiza. Die Partyinsel schlechthin.

Viele Beachclubs, viele Clubs, viele Menschen auf der Suche nach Erholung, Erleuchtung oder Euphorie. Und mittendrin: Der Coco Beach Club, direkt gelegen an der Platja d’en Bossa. Rechtzeitig zum Start in den Sommer und zum 10 jährigen Jubiläum des Clubs, in dem man nicht nur entspannen und sonnen, sondern auch gut essen kann, erscheint Coco Beach Ibiza Vol. 3, zusammengestellt von Coco Beach Resident DJ Paul Lomax.

Das Ergebnis: Ein gelungener Mix aus aktuellen Lounge-Tracks und entspannten Deep House Songs, darunter Sounds von Marlon Hoffstadt, Stee Downes, Nicone & Sascha Braemer, Dino Lenny, Nolan feat. Amber Jolene, Artenvielfalt feat. NatNat, Worakls, Chopstick & Johnjon, Kant und noch vielen mehr. Anspieltipp: „Good Morning“ von Rufus & P – mit Gute Laune-Garantie. Und damit sind wir irgendwie wieder bei Sven Väth, denn der Satz „Guuude Laune, Alder“ entstammt ebenfalls der legendären Partynacht auf der Timewarp 2006.

Remix – mal anders.

relax_jazzed_mzeinsNormalerweise geht es so: Irgendwer macht ein Lied, jemand anders krallt sich die Samples, die Vocals, legt einen neuen Rhythmus darunter und dreht am Tempo. So weit, so gut. Meist bleibt die Musik jedoch elektronisch – oder wird durch den Remix „elektrifiziert“. Anders haben es die Kölner DJs und Produzenten Piet Blank und Jaspa Jones gemacht, denn sie haben mit den beiden Brüdern Julian und Roman Wasserfuhr und dem Jazz-Gitarristen Bruno Müller drei echte Vollblut-Jazzer an ihre großen Hits gelassen, darunter Songs wie „Desire“, „Perfect Silence“ oder „Pura Vida“.

Das Ergebnis heißt schlicht und bescheiden „Relax – jazzed“ und klingt mehr nach erwachsenem Jazz denn nach Dancefloor-Krachern der späten 1990er und frühen 2000er Jahre. Kein elektronischer Frohsinn oder die Massen aufpeitschende Bassläufe, statt dessen nachdenkliche Akkordfolgen, melancholische Klangkunstwerke und die omnipräsente Trompete von Julian Wasserfuhr als Mittelpunkte der klug arrangierten und gekonnt ins Jazz-Format transkribierten Songs – genauso wünscht man sich eine aktuelle Jazz-Veröffentlichung. Man merkt, dass die Künstler beim Arrangieren und Instrumentieren freie Hand hatten und die Konventionen, die gemeinhin für Remixes gelten, von Anfang an über Bord geworfen haben.

Insgesamt zehn Songs befinden sich auf „Relax – jazzed“ und alle sind hörenswert. Besonders gefallen „Flying to the Moon“ und „Consequences“. Bleibt zu hoffen, dass das Album bald einen Nachfolger finden wird – und vielleicht auch dem ein oder anderen den Zugang zum Jazz ermöglicht. Ein stilvolles Weihnachtsgeschenk ist es allemal!

Reduce to the max: Mit „Triologia“ veröffentlicht das Daniel Woodtli Trio ein echtes Klangkunstwerk

Gitarre, Bass, dazu wahlweise Flügelhorn oder Trompete. Mehr Instrumente braucht es nicht, um ein reinrassiges Jazzalbum mit ganzen 14 Songs vorzustellen. Den akustischen Beweis dafür liefert das Schweizer Daniel Woodtli Trio mit seinem neuen Album „Triologia“. Schon beim ersten Anspielen des Longplayers wirkt die Produktion sehr aufgeräumt und offenbart dem Hörer eine große Asthetik. Ein Großteil der Songs ist sehr sparsam instrumentiert – getreu dem Motto von Antoine de Saint-Exupéry „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzu zu fügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann“. Dabei schlüpft die virtuose Gitarre von Nick Perrin mal in eine begleitende, mal in eine den Rhythmus angebende Rolle, wirft mal gestrichene Akkorde ins Arrangement oder spielt zusammen mit der Trompete das Hauptthema. Lorenz Beyeler am Kontrabass versorgt die Produktionen mit Körper, Volumen und Wärme, den seine Bandkollegen allein nicht zu erzeugen vermögen. Daniel Woodtli schließlich, Namensgeber und Hauptverantwortlicher für die Kompositionen, dehnt mit den Blechbläsern das klangliche Spektrum der Songs in die oberen Tonlagen aus. Vor allem aber sorgt er für Akzente, anspruchsvolle Soli und dafür, dass bei allem Perfektionismus und dem hohen musikalischen Niveau der gesamten CD immer eine gewisse Leichtigkeit mitschwingt.

Zwei Cover-Songs enthält das Album, zum einen den Jazz-Standard „You And The Night And The Music“ von Arthur Schwartz aus den 1930er Jahren und „My Heart“, den die belgisch-stämmige Musikerin Sarah Bettens komponiert hat. Beide Songs sind – genau wie der Rest des Albums – absolut gelungen und zeichnen sich nicht durch pures Nachspielen aus, sondern erfahren durch die Handschrift Daniel Woodtlis eine echte Veredelung.

Zwei Sommernachtsträume: Rheingau Musik Festival holt Hamel, Raul Midón und Richard Bona nach Wiebaden

Nein, so richtig sommerlich ist dieser Sommer 2011 wahrlich nicht. Open Air-Konzerte geraten da zum echten Vabanque-Spiel. Doch am Freitag, den 05. August zeigte das sich Wetter gnädig – und so konnte das Konzert des niederländischen Sängers Hamel wie geplant im Wiesbadener Kurpark stattfinden. Pünktlich um 19.30 Uhr kommt Wouter Hamel, wie er mit vollem Namen heißt, auf die Bühne. Allein, nur mit seiner Gitarre gibt er den Titeltrack des aktuellen Albums „Nobody’s Tune“ zum Besten. Stimmlich kann der Künstler auf ganzer Linie überzeugen, man merkt, er hat eine intensive Gesangsausbildung an der Kunsthochschule in Utrecht genossen. Doch musikalisch will der Funke nicht so recht überspringen. Daran vermag auch die fünfköpfige Band, die ab Song Nummer zwei mit auf der Bühne steht, nichts ändern. Die Song-Auswahl indes präsentiert sich als Spaziergang zwischen verschiedensten Stilen, beschwingte, jazzige Stücke wie „Big Blue Sea“ reihen sich an poppige Songs wie „One More Time On The Merry-Go-Round“ und Balladen wie „Tiny Town“, in der Hamel das beschauliche Landleben besingt. Dabei kann der junge Holländer, Jahrgang 1977, auch sein stimmliches Talent beweisen, singt mal dynamisch und kraftvoll, mal leise und gehaucht – doch sind die Texte und deren Inhalt oft flach wie die Landschaft seines Heimatlandes. Und auch die Band bleibt – bis auf ein paar Glanzpunkte durch Soli von Gitarrist Rory Ronde – hinter ihren Möglichkeiten zurück. Nach 45 Minuten ist Pause, kurz vorher spielt Hamel noch „Demise“, die erste Single-Auskopplung seines in Kürze erscheinenden, dritten Albums. Die 30 Minuten Pause scheinen vor allem dem Publikum gut getan zu haben, denn die Stimmung wird besser. Wouter Hamel gibt den Charmeur, gefällt sich in der Rolle des mustergültigen Schwiegersohns und umgarnt sein Publikum mit weiteren Songs des neuen Albums, hat aber auch wieder Stücke des aktuellen Longplayers wie „In Between“ im Angebot. Zum Schluss lässt der Künstler seine Zuhörer zum Song „See You Once Again“ mitsingen, danach ist Schluss. Doch das Publikum klatscht Hamel – für meine Begriffe ein wenig zu frenetisch und mit stehenden Ovationen – für die Zugabe „Toulon“, die er der südfranzösischen Stadt gewidmet hat, zurück auf die Bühne. Fazit: Ein solider, kurzweiliger Auftritt. Doch nach von Kritikern gezogenen Vergleichen mit Jamie Cullum, Jeff Buckley oder Michael Bublé hätte ich mir – vor allem musikalisch – ein wenig mehr erhofft.

Ganz anders verhält es sich mit dem Konzert des Folgetages, das unter das schützende Dach des Wiesbadener Kurhauses verlegt werden musste. Richtige Entscheidung, denn nicht nur Dieter Bohlen machte im Staatstheater nebenan mit der Suche nach dem Supertalent Station, auch der Regen war Dauergast an diesem Abend. Mit Raul Midón und Richard Bona hatten sich zwei absolute Ausnahmemusiker für den 06. August angekündigt, entsprechend hoch war die Erwartungshaltung. Ersterer ist bekannt für seine soulige, variantenreiche Stimme und sein einmaliges, perkussives Gitarrenspiel, der Zweite ist ein Genie am Bass – und hat von den Brecker Brothers über Pat Metheny bis hin zu Joe Zawinul schon so ziemlich mit allem gespielt, was in der Jazz- und Rockszene Rang und Namen hat. Unterstützt werden die beiden von Drummer Lionel Cordew aus Barbados und Keyboarder Etienne Stadwijk aus Rotterdam, beide ebenfalls Meister ihres Fachs.

Es ist die letzte Show ihrer Tournee und man merkt allen Künstlern an, wie sehr sie die gemeinsame Zeit genießen und genossen haben. Die Truppe präsentiert sich bestens auf einander eingespielt, das musikalische Niveau ist schier unglaublich. Mal interpretieren die vier Musiker Songs aus der Feder von Midón, darunter „Silly Man“ oder „Waited All My Life“, mal arabeske oder afrikanische Stücke, die sicher dem Einfluss von Bonas Geburtsland Kamerun zu verdanken sind. Dazwischen gibt es fetzige und druckvolle Fusion-Sounds, weltmusikalische und südamerikanische Einschläge, Midóns Vater ist Argentinier, und jazziges, ja sogar souliges zu hören. Mit dem Singen wechseln sich Midón und Bona ab, mal steht der eine, mal der andere im Mittelpunkt. Garniert werden die Songs durch tolle Soli aller Beteiligten, besonders die Spielfreude von Drummer Lionel Cordew gefällt. In den Pausen zwischen den Songs zeigen sich die Musiker sehr gesprächig, schmeicheln ihrem Publikum, machen Späßchen, Bona stimmt sogar „Alle Vögel sind schon da“ und bayrische Humpta-Humpta-Bassläufe an. Und das kommt beim Publikum an. Nach einem Bass- und Vocal-Solo, in dem Bona sich eindrucksvoll und mit Unterstützung des Samplers auf seine afrikanischen Wurzeln besinnt, spielt Midón eine fabulöse, zehnminütige Version seines Hits „Sunshine“. Dabei scheint er eins zu werden mit seinem Instrument, zupft, zieht und schlägt auf die Saiten, imitiert nebenbei noch ein täuschend echtes Trompetensolo mit dem Mund und schraubt seine Stimme in ungeahnte Tiefen und luftige Höhen. Grandios – der Saal kocht. Zwar steht der ganze Saal ohnehin schon, doch zu den beiden Zugaben wird sogar getanzt. „Sing, Sing, Sing!“ lautet das Motto des vorletzten Songs. Und die Damen und Herren des Publikums singen auf Kommando miteinander, gegeneinander, für einander – und vor allem durcheinander. Doch das tut der Sache keinen Abbruch. Auch die Musiker sind nach fast zwei Stunden Programm hochzufrieden. Mit erhobenem Daumen verlässt Richard Bona die Bühne, den blinden Raul Midón untergehakt. Respekt, Gentlemen, Respekt.

Marit Larsen – Norwegischer Pop am 02.03. in Mainz

Schon seit Mitte der 1990er Jahre macht Marit Larsen Pop-Musik – anfangs noch als Teil des Duos M2M, seit 2002 wandelt die Künstlerin auf Solo-Pfaden. In Norwegen ist sie bereits ein gefeierter Star, hierzulande ist sie spätestens seit ihrem Song “If A Song Could Get Me You” bekannt, der innerhalb kürzester Zeit auf Platz eins der deutschen Charts klettern konnte.
Trotzdem ist die charmante Singer-Songwriterin auf dem Boden geblieben. Kurz vor Beginn ihrer USA-Tournee im Frühjahr kommt Marit Larsen am Dienstag, den 02. Februar für ein Zusatzkonzert in den Frankfurter Hof nach Mainz

Nachtrag: Jamie Cullum ausverkauft?

So wie es scheint sind die Gigs von Jamie Cullum in Deutschland (Mai und Juni) ausverkauft – Köln ist definitiv dicht, bei Hamburg und Berlin sind die Karten über einschlägige Ticket-Portale nur „z. Zt. nicht vorhanden“. Ob noch was nachkommt ist ungewiss!